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  • emphilipzig

Mein Leben mit Depressionen 2.0

Aktualisiert: 26. Nov.

Einige Fragen von euch waren noch offen. Ich hab mich denen jetzt gestellt und euch die Fragen unten beantwortet. Zufrieden bin ich damit nicht so ganz, aber das hat viel mit meinem Selbstbewusstsein zu tun. Viel Spaß beim lesen.







Phobien, Verdrängungen etc.


Es gibt eine Sache, die mir direkt einfällt. Ich hasse Körperkontakt. Egal, ob Freunde, Familie oder Bekannte (noch schlimmer: Fremde). Ich umarme nicht gerne und werde sehr ungern umarmt. Auch eine einfache Berührung ist mir manchmal zu viel. Bei einem Partner (ob fest oder locker) ist es, komischerweise, etwas anderes und dort kann ich es zulassen.


Ebenso kann ich nur unter gewissen Bedingungen gut (ein-)schlafen. Ich habe eine 220 x 240 große Decke, darauf noch eine Decke und ohne dieses Gewicht und der Größe könnte ich nicht so einfach einschlafen. Ich muss nämlich sämtliche Körperteile in meiner Decke einrollen, lediglich mein Gesicht bzw. Mund, Nase und Augen gucken raus/bleiben frei. Dazu gucke ich zur Wand und nie in den Raum, weil ich sonst das Gefühl habe, dass ich beobachtet werde... Ich weiß, dass niemand im Raum ist, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass da eine Präsenz ist. Mein Bett MUSS auch zur einen Seite an der Wand stehen.




Akzeptanz meiner Erkrankung in der Gesellschaft


Bis jetzt lief es gut und ich hatte wenig zu tun mit Ablehnung. Allerdings sind nicht alle aus der Familie eingeweiht. Weil das einfach eine andere Generation ist und ich super gerne auf unnötige Kommentare verzichten kann. Mein damaliger Arbeitgeber ist auch richtig toll damit umgegangen. Ich war damals 6 Wochen krankgeschrieben und sie wollten immer Updates und fragten auch ständig, wie es mir geht. Ich erinnere mich sehr gut an die Tage, als ich zur Arbeit fuhr und schon in der Bahn mit dieser tiefen Trauer zu kämpfen hatte. Kurz vor Arbeitsbeginn fragte ich immer, ob wir gut besetzt sind, weil ich einfach keine Kraft hatte zum arbeiten. Meine Chefs führten auch ein Gespräch mit mir, lobten mich in den Himmel und versuchten mich aufzubauen. Heute bei IKEA ist es nicht anders. Ich bin ein offener Mensch und gehe offen mit diesem Thema um. Klar, ich bin vorsichtiger geworden, aber sobald jemand eine kleine Vorahnung hat und nur schon ein paar Wochen mit mir zusammenarbeitet, wird er eingeweiht. Allerdings ist da die Angst, dass ich irgendwann auf Ablehnung treffe.



„It was her chaos that made her beautiful.“ - Atticus

Rückschläge


Kommen leider einfach so und ich weiß manchmal bis oft nie, warum. Fühle mich an manchen Tagen sehr einsam, werde dann sehr traurig und falle in ein Loch. Das passiert mir meistens an Wochenenden oder an Tagen, wo ich frei und nicht wirklich was zu tun habe. Dann falle ich in dieses Loch und erleide eine Art Rückschlag. So würde ich das bezeichnen, denke ich.



Eigenschaften/Merkmale von Therapeuten/-innen


Ich mag es, wenn die Person eine ruhige Art hat. Wenn Sie leise und langsam spricht. Ich bin schon aufgedreht genug. Ich bin auch sehr zufrieden, wenn die Person mir nicht direkt versucht zu helfen, sondern erstmal nur zuhört. Ich brauche keine Tipps, nur gelegentlich, wenn ich wirklich, verzweifle und nicht mehr weiter weiß, aber sonst brauch ich nur jemanden zum zuhören. Ordentlicher Email Kontakt ist mir auch wichtig. Klar, freue ich mich auf eine schnell Antwort, aber ich bekomme lieber "professionelle" Emails.




Ich werde weiter gerne eure Fragen beantworten und werde sicherlich euch nochmal die Möglichkeit auf Instagram dafür geben. Hoffentlich, war eure Woche soweit gut und ihr habt den ersten Schnee genossen! Ich, als Winterkind, freue mich sehr darüber, hihi.


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